Dossier Anlagezertifikate

Garantie-Zertifikate

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auf Garantie-Zertifikate setzen. Diese Produkte sichern die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals und erlauben Anlegern, an Kursgewinnen zu partizipieren. Allerdings erkaufen sie sich die gewonnene Sicherheit mit geringeren Gewinnen. Zudem gilt die Kapitalgarantie nur zum Laufzeitende. Möchten Inhaber eines Zertifikats vorher über ihr investiertes Geld verfügen, können Verluste auftreten.
 

Merkmale von Garantie-Zertifikaten

  • Kapitalgarantie am Ende der Laufzeit
  • Begrenzte Gewinnchancen
  • Für sicherheitsorientierte Anleger geeignet
  • Sicherheit mit Rendite-Chance

Anleger die ihr Kapital „sicher“ anlegen wollen, greifen zu Garantie-Zertifikaten. Bei dieser Zertifikate-Konstruktion wird am Laufzeitende mindestens 100 Prozent des eingezahlten Kapitals wieder ausgezahlt. Das heißt allerdings nicht, dass man nun zwangsläufig auf das Performance-Potenzial der Börsen verzichten muss.

Zwei Bausteine

Der Emittent legt den Großteil des Kapitals in eine abgezinste Anleihe an, einen so genanten Zerobond. Dabei sichert die garantierte Zinszahlung eine 100-prozentige Ausschüttung.

Der Rest des Geldes wird an den Börsen investiert, zumeist in Optionen auf einen Index wie den DAX oder den DJ Euro Stoxx 50. Da hier nur ein kleiner Teil des Emissionspreises investiert werden kann, sind Investoren nur teilweise an Zuwächsen beteiligt. Steigt der Index also vom Startpunkt des Zertifikates bis zur Fälligkeit um 20 Prozent, macht das Zertifikat rund 10 Prozent Rendite. Kommt es beim Index per saldo zu Verlusten, verfallen die Optionen wertlos. Das Kapital ist dann aber durch den eingesetzten Zerobond zu 100 Prozent abgesichert.

Juni 2019, © Deutsche Börse AG