Organisation der Börse

Sanktionsausschuss

Der Sanktionsausschuss ahndet börsenrechtliche Verstöße.

Der Sanktionsausschuss ist ein Organ der Börse. Seine Aufgabe ist es, Verstöße von Handelsteilnehmern oder Emittenten gegen börsenrechtliche Vorschriften, die eine ordnungsgemäße Durchführung des Handels an der Börse oder der Börsengeschäftsabwicklung sicherstellen sollen, zu ahnden.

Verstoßen Handelsteilnehmer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die börsenrechtlichen Vorschriften, kann ihnen der Sanktionsausschuss

  • mit einem Verweis,
  • mit einem Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro oder
  • mit Ausschluss von der Börse von bis zu 30 Handelstagen belegen.

Verstoßen Emittenten vorsätzlich oder fahrlässig gegen ihre Pflichten aus der Zulassung, kann sie ihn der Sanktionsausschuss

  • mit einem Verweis oder
  • einem Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro belegen.

Der Sanktionsausschuss der Frankfurter Wertpapierbörse besteht aus einem Vorsitzenden und zwei Beisitzern, die aus dem Kreis der Handelsteilnehmer bzw. der Emittenten vom Börsenrat gewählt wurden. Bei seinen Entscheidungen ist er keinen Weisungen der Börsengeschäftsführung oder der Trägergesellschaft der Börse unterworfen; er unterliegt allein der Aufsicht durch die Börsenaufsichtsbehörde.

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